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Milchseifen

Milchseifen sind geraden in der kalten Jahreszeit, in der die Haut sehr schnell austrocknet und zu jucken und spannen beginnt, eine gute Möglichkeit der reichhaltigen Pflege. Sei es, dass man Schaf-, Ziegen- oder Kuhmilchseifen verwendet, Milch ist immer eine Pflegebombe. Ganz besonders reichhaltig und verwöhnend sind auch Stutenmilchseifen.

Für die Herstellung der Milchseife ist es wichtig, dass die Seife nicht zu heiß wird, d.h. es muss auf das Isolieren der Form, in welche der fertig gerührte Seifenleim gegossen wird, verzichtet werden. Es empfiehlt sich generell, die Kaltverseifung anzuwenden, da beim Heißverseifen ganz schnell zu viel Hitze auf die Seife einwirkt, sie sich trennt und in einen ganz unansehnlichen Brei verwandelt. Ob man nun die Lauge gleich mit der Milch anrühren möchte oder die Milch erst in den angedickten Seifenleim gibt, bleibt jedem selber überlassen. Fraglich ist auch, wie viele der wertvollen Inhaltsstoffe dann noch übrig bleiben, wenn man die Milch mit dem sehr ätzenden NaOH vermengt und zur chemischen Reaktion bringt.

Weiters sollten die Milchseifen gut abgedichtet und nicht zu früh ausgeformt werden. Da sie in der Regel keine Gelphase durchlaufen, läuft man Gefahr, dass sich durch zu schnelles Öffnen der Form Sodaasche auf der Seife bildet. Sodaasche ist im allgemeinen kein Problem, man kann sie leicht abschaben oder abwaschen. Ärgerlich und lästig ist die Sodaaschenbildung nur dann ganz besonders, wenn man sich viel Mühe mit der Verzierung der Seife gegeben hat und am Ende alles mit einer weißen Schicht überzogen ist.

Wie bei den anderen Seifen und Zusätzen auch, ist es bei Milchseifen ratsam, erst mal eine kleine Menge herzustellen und sich mit dem Zusatz vertraut zu machen. Hat man erst den Dreh raus, wird man ganz viel Freude an den tollen, extrem pflegenden Milchseifen haben.

Viel Erfolg und gutes Gelingen
Karina